вторник, 22 марта 2016 г.

1. Großherzoglich Mecklenburgisches Grenadier-Regiment Nr. 89





Stiftungstag

  • 3.4.1782
  • II. Btl : 23.3.1701

Garnison und Unterstellung 1914

  • Garnison:
  • St., I., III. : Schwerin
  • II. : Neustrelitz
Das Regiment war 1914 (vor der Mobilmachung) unterstellt:

Kriegsgliederung am 17.08.1914 [1]

Formationsgeschichte

Stammtafel des Gren.-Rgt. Nr.89
  • Durch Ordre von 3.4.1782 wurde der Erbprinz Friedrich Franz zum Chef des neu errichteten Grenadier-Regts. ernannt; Neuordnung der Chef der mecklenburgischen Truppen, die nach dieser aus der Herzoglichen Leibgarde zu Pferde, den Gren.-Regtern. Prinz Friedrich, dem Inf.-Regt. von Both und von Gluer bestanden. Die Leibgarde zu Pferde war unter Herzog Christian Ludwig errichtet; dieser errichtete auch 1748 ein Inf.-Regt., aus welchem die Regter. Alt- und Jung-Zülow entstanden; von diesen und einigen Garnison-Komp. wurde 1766 aufgelöst und auf die Regter. von Both und Gluer, wie das Regt. Jung-Zülow nach seinem neuen Chef hieß, verteilt. Das neue Gren.-Regt. Prinz Friedrich wurde aus je einer Komp. der Regter. von Both und Gluer und eine Garnison-Komp. zusammengestellt. Vom Regt. Both stammt das jetzige III. Btl., von der Leibgarde zu Pferde wurde 1810 eine Komp. des Gren. Garde-Btls. gebildet, aus welchem das jetzige I. Btl. hervorging. Die Stärke der Regter. wechselt je nach der politischen Lage.
  • 1785: Das Inf. Rgt. von Both wird zum Gren. Rgt. erhoben.
  • 1788 bis 1796: ein Btl. Both, zwei Btl. Gluer in holländischen Dienste.
  • 1805: Vereinigung des Regts. Both, das zuletzt von Hobe hieß, mit dem inzwischen zum Leib-Gren. Regt. erhoben Regt. Prinz Friedrich als II. bzw. I. Btl.
  • 1806: Mecklenburg verliert seine Selbstständigkeit; die Truppen werden entlassen.
  • 1807: Mecklenburg erhält seine Selbständigkeit zurück, muss aber 22.3.1808 dem Rheinbund beitreten; es stellt eine Brig. zu vier Btl. - nach französischen Muster zu je sechs Komp., auf das IV. Btl. blieb aber unvollständig.
  • 11.03.1809: Das I. Btl. wird aufgelöst, das bisherige II. und III. Btl. bilden als I. und II. das Inf. Kontingents-Regt., das IV. Btl. wird III. Btl.
  • 25.03.1810: wird aus den Mannschaften der Leibgarde zu Pferde und dem letzteren Btl. das Gren. Garde-btl. zu drei Komp. errichtet.
  • 1812: Das Kontingents-Rgt. wird in Russland fast vollständig vernichtet.
  • 1813: Das Gren. Garde-Btl. wird auf vier Komp. gebracht, das Inf.-Rgt. wieder zu zwei Btl. (zu je vier Komp.) hergestellt.
  • 1821: Neuordnung, siehe Stammtafel; der Rgts. Verband hört auf.
  • 22.05.1849: Militärkonvention mit Preussen; die Mecklenburg-Schwerinschen Truppen bilden ein Division in engem Anschluss an die preussischen Verhältnisse.
  • 24.10.1857: Neuordnung sieheStammtafel; das leichte Btl. gibt zwei Komp. als Stamm zur Errichtung eines 4. Inf.-Btl. zu vier Komp. ab (siehe Jäger-Btl. Nr.14).
  • 1863: Herstellung von Rgts. Verbänden.
  • 02.08.1914 [1] : Das Regiment wurde gemäß Mobilmachungsplan mobilisiert. Neben dem ins Feld rückende Regiment stellte es ein Ersatz-Bataillon zu 4 Kompanien, sowie zwei Rekruten-Depots auf.
  • 11.08.1867: Neuordnung siehe Stammtafel; II. Btl.wurde Mecklenburg-Strelitzsche Btl.

200-jähriges Jubiläum des 2. Bataillons (Postkarte 1901)
Strelitzsches Bataillon
  • 23.03.1701: Herzog Adolf Friedrich II. von Mecklenburg-Strelitz errichtet eine Leibgarde zu Fuss (die jetzige 5. Komp. des Inf.-Rgt. Nr.89).
  • 1703: Vermehrung auf ein Regiment zu sieben Kompanien.
  • 1705: Das Rgt. wird aufgelöst, nur die Leibkompanie bleibt bestehen.
  • 1755: Vermehrung der Leibgarde zu Fuss um eine Grenadier Kompanie.
  • 06.12.1766: Vermehrung der Leibgarde zu Fuss um zwei Füsilier Kompanien.
  • 1772: Die Leibgarde zu Fuss wird wieder auf die Leibkompanie vermindert.
  • 18.02.1808: Mecklenburg-Strelitz tritt dem Rheinbund bei, infolgedessen Aufstellung eines Btls. (zu vier Komp.), die Leibgarde in der 1. Komp.
  • 1812: Das Btl. (zugeteilt dem 127. französischen Linien-Regt.) erleidet in Russland schwere Verluste, unter Verwendung der geretteten Reste wird das Btl. 1813 von neuen zu zwei Komp. errichtet.
  • 01.08.1821: Vermehrung um 2. Komp.
  • April 1860: Abgabe zur Errichtungder Strelitzschen-Btl. (siehe Feldartillerie Regt. Nr.9).
  • 01.10.1867: Eingliederung in das Gren. Rgt. Nr.89 als II. Btl.

  • 24.07.1868 bzw. 09.11.1868: Militärkonvention zwischen Preussen und Mecklenburg-Schwerin bzw. Strelitz,
  • desgleichen 19.12.1872 bzw. 23.12.1872: Durch die ersteren wurden die Offiziere usw., durch die letzteren die Kontingente in den Verband der preussischen Armee aufgenommen.
  • 01.04.1881: Abgabe der 12. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.128.
  • 01.04.1887: Abgabe der 11. Komp. an Inf.-Rgt. Nr.137
  • 02.10.1893: Errichtung eines IV. (Halb-) Bataillon.
  • 01.04.1897: Abgabe des IV. Btls. an Inf.-Rgt. Nr.162
  • 28.08.1918 [2] [3]: Das Regiment erhält eine eigene Minenwerfer-Kompanie, gebildet aus Teilen der Minenwerfer-Kompanie Nr. 17.

Ersatztruppenteile zum 1. Weltkrieg

  • 1. Ers.-Btl. Gren.-Rgt. Nr.89 aufgestellt in Schwerin
  • 2. Ers.-Btl. Gren.-Rgt. Nr.89 aufgestellt in Neustrelitz.

Standorte

  • bis 1808: mehrfach wechselnd: Ludwigsluft, Güstrow, Dömitz, Schwerin, u. a. (I. Schwerinische Bataillon)
  • 1810-1821: Ludwigsluft, Schwerin (Grenadier-Garde-Bataillon)
  • 1821-1837: Ludwigsluft (Grenadier-Garde-Bataillon)
  • 1837-1863: Schwerin
  • 1808-1863: Wismar (Infanterie-Bataillon) zeitweise Rostock
  • 1863-1867: Schwerin, Wismar (1. Infanterie-Regiment)
  • 1867-1867: Schwerin, Neu-Strelitz
  • (II. Strelitzsche Bataillon stand auch früher meist in Neu-Strelitz)

Namensgebung

Zum I. Bataillon:
  • 1782: Leib-Garde zu Pferd
  • 1810: 3. Kompanie des Grenadier Garde Bataillon
  • 1813: 4. Kompanie des Grenadier Garde Bataillon
  • 1850: Grenadier Garde Btl. in der Grossherzog Mecklenburgische Division
  • 1857: Grenadier Garde (I.) Bataillon in der Grossher. Mecklenburg. Div.
  • 1863: Grenadier Garde (I.) Bataillon im 1. Infanterie Regiment
  • 1867: (I. Btl.) Grossherz. Mecklenb. Gren. Regt. Nr.89 (wird zum I. Btl. im Regt.)

Zum II. (bzw. III.) Bataillon:
  • 1782: Grenadier Regiment Prinz Friedrich (Leib-Gren. Regt.)
  • 1805: Leib-Grenadier Regiment (I. & II. Bataillon)
  • 1808: Mecklenburgische Brigade (I. bis IV. Bataillon)
  • 1809: II. & III. Btl. Infanterie Kontingents-Regiment (wird zum I. & II. Btl.)
  • 1813: I. & II. Btl. Infanterie Regiment
  • 1821: I. Musketier Btl. & II. Musketier Bataillon
  • 1850: I. Bataillon in der Grossherzog Mecklenburgische Division
  • 1857: wird zum II. Bataillon in der Grossherzog Mecklenburgische Division
  • 1863: II. Bataillon im 1. Infanterie Regiment
  • 1867: (II. Btl.) Grossherz. Mecklenb. Gren. Regt. Nr.89 (wird zum III. Btl. im Regt.)

Uniformen

  • Bunter-Rock: I. und III. Btl.: blaue brandenburger Ärmelaufschläge mit roter Paspel und weissen Litzen, weisse Schulterstücke (ab 17.09.1867) mit roten Monogramm (bekröntes "FFGvM" für Friedrich Franz Großherzog v. Mecklenburg).
  • II. Btl.: blaue brandenburger Ärmelaufschläge mit roter Paspel und weissen Litzen, rote Schulterstücke (ab Nov. 1868) mit gelbem Monogramm (bekröntes "FW" für Friedrich Wilhelm Großherzog v. Mecklenburg-Strelitz).
  • Helm-Emblem: silbernes Mecklenburg-Schwerin-Wappen auf gelben Stern (I. & III. Bataillon schwarzer Haarbusch; II. Bataillon weisser Haarbusch).
  • seit 17.9.1867: Namenszug bekröntes "FFGvM" für Friedrich Franz Grossherzog von Mecklenburg auf den Achselstücken.

Feldzüge, Gefechte usw

  • 1793 Belagerung von Breda und Besetzung von Maastricht.
  • 1812 Feldzug gegen Rußland unter Französischem Befehl: 17.08. Schlacht bei Smolensk, 07.09. Schlacht bei Borodino, 24.10. Gefecht bei Jelina.
  • 1814 Feldzug mit Preußen gegen Frankreich: 04.04. Belagerung und Gefechte bei Jülich.
  • 1848 Feldzug gegen Dänemark: (das Gren.-Garde-Btl.; Div. Halket) 24.04.Gefechte bei Flensburg, 05.06.Gefecht bei Düppel.
  • 1866 Feldzug gegen Österreich: (1. Inf.-Regt.; 1. Div., II. Reservekorps)
  • 1870/71 Deutsch-Französischer Krieg: (34. brig., 17. Inf.-Div.) 09.10. Belagerung von Paris, 17.11. Gefechte bei Dreux, 02.12. Gefechte bei Loigny und Lumeau. (1.Btl.).
Gedenktafel für die gefallenen Schweriner im Feldzug 1870/71.
Denkmal für die gefallenen Mecklenburger im Feldzug 1870/71.

Regimentschefs, -kommandeure

  • siehe Stammtafel der Chefs des I. und III, bzw. des II. Btls.; ab ca. 1900 Grossherzog Friedrich Franz IV. (Königliche Hoheit), bzw. Grossherzog Adolph Friedrich (Königliche Hoheit).
  • ab, von - bis Regimentskommandeur: Name

Literatur

1. Hpt. Fhr. Rudolph v. Langermann und Erlencamp & Hpt. Werner v. Voigts-Rhetz: "Geschichte des Grossherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiments Nr.89", Schwerin 1882, Schiller'sche Hofbuchdr. (J. Ritter), 635 Seiten.
2. Prem.-Lieut. Paul v. Baerenfels-Warnow: "Kurze Geschichte des Grossherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiments Nr.89", Schwerin 1895, Bärensprung'sche Hofbuchdr., 134 Seiten.
3. Kurt Freiherr von Wangenheim: "Großherzoglich Mecklenburg. Grenadier-Regiment Nr. 89", (Erinnerungsblätter deutscher Regt. Inf-Heft 13), Oldenburg / Berlin 1922: G. Stalling, 158 Seiten.
4. Dr. Ernst Zipfel: "Geschichte des Großherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiments Nr. 89", Druck und Verlag der Bärensprungschen Hofbuchdruckerei Schwerin 1932

5. Gerhard Donat: "Lützows wilde verwegene Schar - Das Mecklenburgische Grenadier Regiment 89 in beiden Weltkriegen", Osnabrück 1990 Efalin ISBN 3-7648-1772-0

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